Ich habe eine Firmenkunden und gebe dort MHFA-Ersthelferkurse vor Ort. Das tolle ist, dass ich Balou mitnehmen darf, weil Hunde dort erlaubt sind. Ich kommuniziere das auch immer vorab.

Dieses Mal hat sich eine Teilnehmerin gemeldet und gesagt, dass sie Angst vor Hunden hat. Sie überlegte sogar, ihre Teilnahme abzusagen. Wir hatten uns deshalb etwas früher vor dem Seminarraum verabredet und geredet. Sie konnte mir ihre Angst genau erklären und wir haben abgesprochen, dass Balou auf seiner Decke während des Kurses liegen bleibt.

Am Ende des ersten Tages konnte sie sich bereits Balou bis auf einen Meter nähern. Am Ende des zweiten Tages hat sie Balou das Signal „Sitz“ gegeben, konnte ihn streicheln und einen Keks geben.

Sie war total stolz auf sich, hat Selbstwirksamkeit erfahren und sich ihrer Angst in ihrem Tempo stellen können. Ich habe mich sehr für sie gefreut, denn jetzt besteht eine sehr gute Chance, dass sie diese Angst überwunden hat.

Sie selbst war von sich überrascht und sagte, dass es vor allem ging, weil sie mir vertraute. Ich war innerlich sehr berührt und hätte kaum erwartet, dass so eine große Veränderung in einer so kurzen Zeit möglich ist. 

Was ich besonders bemerkenswert finde: Die Teilnehmerin hat sich selbst geheilt. Ich habe wirklich nichts aktiv gemacht.

Liebe Grüße,

Euer Ralf